Wo ist die objektive Presse ?

 

Warum wird davon berichtet?

In Deutschland werden Jahr für Jahr eine Vielzahl von jungen Deutschen verprügelt. Zumeist von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Einige Deutsche sterben daran, wie z. B. Daniel S. und Johnny K. in den Jahren 2013 und 2012, die beide brutal zusammengetreten wurden.
Keine einzige österreichische Tageszeitung berichtete über solche Fälle. Auf Anfrage bei allen Zeitungen und beim ORF, weshalb sie nicht berichten, antwortete lediglich eine Zeitung und teilte mit, dass dies Vorfälle im Ausland seien, die in Österreich keine so große Bedeutung hätten.
Interessanter Weise berichten jedoch fast alle österreichischen Zeitungen und auch der ORF über das eine linke Opfer in Paris, das von Rechts-Radikalen getötet wurde.
Was kann man daraus in Bezug auf die Objektivität der österreichischen Medien schließen?
Oder kann man daraus nicht vielmehr eine eindeutige politische Positionierung ableiten?

Interessant wie unterschiedlich die "Berichte" sind ! Was versucht man hier zu sugerrieren  ?

 

Krone    Kleine

die Welt

 

 

Skinhead-Angriff in Paris: Mutmaßlicher Täter gefasst

06.06.2013, 18:47
Skinhead-Angriff in Paris: Mutmaßlicher Täter gefasst (Bild: AFP)
Foto: AFP
 
 
Nach der tödlichen Skinhead-Attacke auf einen jungen Linksaktivisten in Paris ist der mutmaßliche Täter offenbar gefasst. Es seien mehrere Verdächtige festgenommen worden, unter ihnen der "wahrscheinliche Täter", sagte Frankreichs Innenminister Manuel Valls am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Der 18-jährige Student war von Rechtsextremen so brutal geschlagen worden, dass im Krankenhaus nur noch der Hirntod festgestellt werden konnte.

Der junge Linksaktivist war am frühen Mittwochabend aus politischen Gründen auf einer Straße (Bild) von drei Skinheads angegriffen worden, die danach flüchten konnten. Einer der Skins hatte den 18-Jährigen ersten Ermittlungen zufolge mit einem Faustring aus Metall verprügelt. Das Opfer stürzte daraufhin auf einen Begrenzungspflock. Bei dem Studenten der Eliteuniversität Sciences Po sei dann im Krankenhaus der Hirntod festgestellt worden, teilte die Polizei mit.

Im Viertel in der Nähe des Bahnhofes Saint-Lazare im Zentrum der französischen Hauptstadt war laut Polizei am Mittwochabend ein privater Kleidungsverkauf organisiert worden. Gegen 18 Uhr seien drei junge Leute aus Skinhead-Kreisen, darunter eine Frau, vor Ort aufgetaucht. Es sei zu Beschimpfungen und einem Gerangel mit einer Gruppe anderer junger Leute gekommen. Mit weiteren Unterstützern hätten die Skinheads dann die jungen Leute attackiert.

Vier Verdächtige festgenommen

Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden am Donnerstag insgesamt vier Menschen festgenommen. Demnach lagen den Ermittlern nach der Gewalttat schnell genaue Hinweise auf die Verdächtigen und Fotos von ihnen vor. Der mutmaßliche Haupttäter, der den jungen Mann mit einem Schlagring geschlagen haben soll, ist Angaben der Behörden zufolge 20 Jahre alt. Laut Polizei sollen einige der Festgenommenen zum Umfeld des "harten Kerns" der sogenannten Nationalistischen Revolutionären Jugend (JNR) gehören. Dies müsse nun aber genauer geprüft werden.

Rechtsextreme Gruppe weist Verbindung zu Tätern zurück

Serge Ayoub, Chef der rechtsextremen Gruppe, hatte zuvor zurückgewiesen, dass die Täter zu seiner Gruppierung gehören. Zugleich sagte er der Nachrichtenagentur AFP, die Schlägerei sei von den Linken ausgegangen. Auch die Chefin der rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen, wies jede Verbindung ihrer Partei zu den Tätern zurück. Die FN habe "überhaupt keine Verbindung" zu diesen "unerträglichen Taten", sagte Le Pen am Donnerstag dem Sender RTL.

Die Linkspartei sprach hingegen von einem "feigen Angriff" gegen den Linksaktivisten, "der für sein Engagement gegen Rechtsextreme bekannt ist". Die Partei machte JNR für die Attacke verantwortlich. Die rechtsextreme Gruppe, die seit einigen Wochen zunehmend Gewalttaten in Paris und im ganzen Land verübe, müsste aufgelöst werden, forderte die Linkspartei.

Staatschef Hollande: "Abscheuliche Tat"

Die regierenden Sozialisten und die Grünen forderten eine Auflösung rechtsextremer Gruppierungen, die immer gewalttätiger würden. Regierungschef Jean-Marc Ayrault sagte, vom Faschismus oder Nationalsozialismus "inspirierte Bewegungen" müssten "zerlegt" werden. Entsetzen und Empörung herrschte auch bei Staatschef Francois Hollande. Er sprach von einer "abscheulichen Tat", die er "auf das Schärfste" verurteile. Die Täter müssten so schnell wie möglich gefasst werden.

Der Chef der konservativen Oppositionspartei UMP, Jean-Francois Copé, sprach von einer "barbarischen Aggression": "Dieses grässliche Verbrechen muss vollständig aufgeklärt werden, die Täter müssen von der Justiz zur Rechenschaft gezogen werden."

 

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Rechtsextreme prügeln Antifa-Aktivist in Hirntod

Neonazis haben in Paris bei einer Prügelei einen militanten linken Studenten so schwer verletzt, dass er für hirntot erklärt wurde. Die Täter flüchteten, Parteien aller Lager äußern sich fassungslos. Von Sascha Lehnartz


Tatort Einkaufsstraße: Die Polizei sichert die Stelle ab, an der Neonazis einen militanten Linken so schwer verprügelten, dass er für hirntot erklärt wurde
Foto: AFP Tatort Einkaufsstraße: Die Polizei sichert die Stelle ab, an der Neonazis einen militanten Linken so schwer verprügelten, dass er für hirntot erklärt wurde

Es geschah am späten Mittwochnachmittag bei einem privaten Lagerverkauf von Designerklamotten und Sportbekleidung, wie es sie in Paris häufiger gibt. In einer Wohnung in der Rue Caumartin im 9. Arrondissement, unweit der großen Kaufhäuser Galeries Lafayette und Printemps, trafen Clément Méric, ein militanter linker Science-Po-Student, und eine Handvoll seiner Freunde, auf zwei junge Männer und eine Frau aus der rechtsextremen Szene: Skinheads, die angeblich Hakenkreuz-Tätowierungen und Sweatshirts mit der Aufschrift "Blood and Honour" trugen.

Schnell kam es zu einem Wortwechsel. Clément soll sich als Mitglied der "Action antifasciste" zu erkennen gegeben haben. Angeblich machten sich seine Antifa-Freunde über den Aufzug der Skinheads lustig. Die verließen die Wohnung – und warteten draußen in der Rue Caumartin, einer belebten Fußgängerzone, auf ihre Widersacher.

Am hellichten Nachmittag standen sich dann vier junge Skinheads – das Trio aus der Wohnung hatte offenbar Verstärkung bekommen – und vier linke Aktivisten gegenüber. Die Beschimpfungen setzten sich fort. Es kam zur Schlägerei. Mit einem Faustring streckte einer der Skinheads Clément Méric nieder. Der Student stürzte und schlug mit dem Kopf auf einen Poller. Nun liegt er im Koma im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière. Die Ärzte beschrieben ihn als "hirntot". Die Täter konnten fliehen.

Linkspartei bezichtigt Nationalistengruppe der Tat

Die Tat hat Paris in einen Schockzustand versetzt. Präsident François Hollande, der sich auf einem Staatsbesuch in Japan befindet, verurteilte die Tat "aufs Schärfste". Er habe Anweisungen gegeben, damit die Täter so schnell wie möglich gefasst werden könnten, hieß es in einem Kommuniqué aus dem Élysée.

Innenminister Manuel Valls erklärte "seine absolute Entschlossenheit, diese Gewalt der extremen Rechten auszulöschen". Am Donnerstagmorgen begab er sich an den Tatort. Unabhängig von der Empörung und der schärfsten Verurteilung dieser Tat, die das "Schicksal eines jungen Mannes zerstört hat", sei das Wichtigste, nun die Täter zu ergreifen. Das Opfer befinde sich in einem "aussichtslosen Zustand", sagte Valls.

Der Generalsekretär der Linkspartei, Alexis Corbière, verurteilte den "faschistischen Horror, der mitten in Paris tötet". Er bezichtigte die rechtsradikale Gruppe "Junge nationalistische Revolutionäre" (JNR) der Tat. Der Führer der JNR, Serge Ayoub, bestritt jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP eine Beteiligung seiner Gruppierung an dem Gewaltakt.

Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë verurteilte in einer Erklärung den "tödlichen Angriff, der von Mitgliedern der extremen Rechten ausgeführt wurde". Er wünsche sich, "dass die Polizei und die Justiz die Schuldigen schnell finden und zur Rechenschaft ziehen". Zahlreiche Zeugen hatten die Auseinandersetzung beobachtet, dennoch gelang den Tätern die Flucht. Die Polizei ist dabei, die Aufnahmen von Videokameras in der Umgebung auszuwerten.

Unruhige Stimmung wegen Homo-Ehe

Die Tat ereignete sich, nachdem sich im Umfeld der Demonstrationen gegen die Homo-Ehe das Klima zwischen militanten Rechten und Linken in den vergangenen Wochen sichtbar verschärft hatte. Der Unternehmer Pierre Bergé, der der Parti socialiste (PS) nahesteht und Mitbesitzer der Zeitung "Le Monde" ist, schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: "Es sind die Unverantwortlichen der 'Manif pour tous' (Demos gegen die Homo-Ehe, Red.), die dieses Terrain bereitet haben. Indem sie sich mit der extremen Rechten verbündet haben, erlauben sie ihr zu existieren."

Die Vorsitzende des Front National (FN), Marine Le Pen, wies die impliziten Anschuldigungen umgehend zurück: Ihre Partei habe mit diesen "unerträglichen und unzulässigen Taten nicht das Geringste zu tun". Sie teile das Leid derer, die mit dem Opfer politisch aktiv gewesen seien, denn selbst wenn sie nicht dieselben politischen Überzeugungen teile, finde sie die Tat grauenhaft, sagte Le Pen.

Rechtsradikale Splittergruppen wie die JNR würden gründlich überwacht. Wenn es sich herausstelle, dass diese Organisationen ihre Mitglieder zu Gewalttaten aufforderten, könne man über ein Verbot durchaus nachdenken.

Ebenso entsetzt äußerten sich der Vorsitzende der konservativen UMP und die UMP-Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Paris, Natalie Kosciusko-Morizet: Gewalt sei "Krebs für die Demokratie", sagte die frühere Sprecherin der Wahlkampagne von Nicolas Sarkozy. Die Linkspartei und die Sozialisten haben für den Abend zu Gedenkmärschen für Clément Méric aufgerufen.

die Welt

 

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